Oswiecim, Donnerstag, 10.11.2011

Heute Besuch in Auschwitz II-Birkenau. Ein Kleinbus von der Jugendbegegnungsstätte bringt uns hin. Vom Eingang aus überblicken wir nur einen Teil des Geländes, es reicht weit über den Horizont hinaus. Hier wurden über eine Million Menschen ermordet.

Der größte Teil des Konzentrations- und Vernichtungslagers ist nicht erhalten. Rechterhand: gute zwei Dutzend Holzbaracken, links etwa doppelt so viele Backsteinbauten, ansonsten hohe Elektrozäune, Wachtürme, Barackenreste, dazwischen große freie Flächen -  und die Gleise, auf denen die Züge mit den Deportierten aus ganz Europa ankamen. Auf Höhe der Rampe: Hinweistafeln mit Fotos ungarischer Frauen und Kinder vom Juni 1944. Die SS hat sie fotografiert. Verängstigte Menschen, verstörte Gesichter. Sie wurden in den Gaskammern sofort ermordet.

Es ist kalt. Wir beschließen, nur kurz zu bleiben.

Renate Eichmeier

Monowitz – das erste firmeneigene Konzentrationslager

Bei unserer Ankunft in der Jugendbegegnungsstätte haben wir Judith Hoehne getroffen, die hier in einem beruflichen Austauschprogramm tätig ist. Sie konzipiert und führt Workshops zu Auschwitz III-Monowitz durch. Begleitet von Judith erreichen wir das heutige Dorf Monowice. Zuvor waren wir kilometerlang vorbeigefahren am ehemaligen Buna-Werksgelände der IG Farben. Heute gibt es dort wieder eine riesige Chemie-Fabrik und weitere Gewerbe.

Die IG Farben haben das Dorf Monowice nach der Vertreibung seiner Bewohner zum KZ Standort für bis zu 11.000 Häftlinge bestimmt, die in Baracken und auch in Zelten zusammengepfercht waren. Um die Eroberungspläne des Deutschen Reiches zu bedienen, trieb die IG Farben die Kautschuk- und Treibstoffproduktion in den Buna-Werken voran. Unter für sie profitabelsten und für die Häftlinge tödlichen Bedingungen.

Heute ist davon am Ort nichts dokumentiert. Gleich bei der Einfahrt ins Dorf steigen wir auf der ehemaligen Lagerstraße aus und betrachten das Denkmal, das die Bewohner von Monowice „im ehrenvollen Gedenken an die Gefangenen im Lager IV in den Jahren 1941 bis 1945“ gewidmet haben.

Helga Hanusa

Gleise zur Rampe

Von einer Straßenbrücke kann man das stillgelegte Gleis sehen, das nach Auschwitz / Birkenau führte. Die ersten Selektionen fanden noch ca. 1 Kilometer außerhalb von Birkenau statt. Diesen Ort kann man an dem braunen Eisenbahnwaggon erkennen.

Gleise zur Rampe Auschwitz / Birkenau

Von einer Straßenbrücke kann man das stillgelegte Gleis sehen, das nach Auschwitz / Birkenau führte. Die ersten Selektionen fanden noch ca. 1 Kilometer außerhalb von Birkenau statt. Diesen Ort kann man an dem braunen Eisenbahnwaggon erkennen.

Eindrücke von Ernst Grube vom fünften Tag der Reise – Auschwitz

Zitat

„Jews selected by the SS for immediate death in the gas chamber of crematorium IV and V were herded along this road.”
Bildunterschrift, Foto von ungarischen Frauen mit ihren Kindern

Dieses Foto der Kinder kann ich nicht ertragen. Ihre Haltung, der Ausdruck ihrer Augen, die Hände in der Hand ihrer Mütter – ihr gewaltsames Ende.

Ernst Grube

Einmannbunker mit Werbung

In Monovice steht vor der Blockfuehrerstube ein Einmannbunker. Im Falle eines Luftangriffes haette der Blockfuehrer nur sich selbst in Sicherheit gebracht. Die Bunkeranlagen sind so massiv gebaut, dass sie nicht abgerissen wurden. Die heutigen Bewohner von Monovice haben Werbetafeln fuer einen Baustoffgrosshandel an den Bunker geschraubt.

Einmannbunker mit Werbung

In Monowice steht vor der Blockführerstube ein Einmannbunker. Im Falle eines Luftangriffes haette der Blockführer nur sich selbst in Sicherheit gebracht. Die Bunkeranlagen sind so massiv gebaut, dass sie nicht abgerissen wurden. Die heutigen Bewohner von Monowice haben Werbetafeln fuer einen Baustoffgrosshandel an den Bunker geschraubt.

Blumen an der Gedenkstätte in Monowice

In dem Ortsteil Monovice von Auschwitz war das Arbeitslager der Buna Werke der IG Farben. In diesem Ortsteil haben die Bewohner von sich aus ein kleine Gedenkstaette gebaut. Diese Gedenkstaette ist sehr katholisch geworden das zeigt sich auch in dem Blumenschmuck der aus weißen Chrysanthemen besteht.

Weiße Chrysanthemen

In dem Ortsteil Monowice von Auschwitz war das Arbeitslager der Buna-Werke der IG Farben. In diesem Ortsteil haben die Bewohner von sich aus eine kleine Gedenkstätte gebaut. Diese Gedenkstätte ist sehr katholisch geworden. Das zeigt sich auch in dem Blumenschmuck, der aus weißen Chrysanthemen besteht.