Ausstellungseröffnung “Eine Forschungsreise wider das Vergessen” in der Mohrvilla am 8. September 2013

Wir laden Sie herzlich ein zur Ausstellung “Eine Forschungsreise wider das Vergessen” vom 8. September – 31. Oktober 2013 in der Mohrvilla (1. Stock des Hauptgebäudes), Situlistraße 75, München-Freimann.

Paul Huf zeigt ausgewählte Werke von der Forschungsreise, die er gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube zu den Orten der Naziverbrechen unternommen hat.

Eröffnung am So., 8. September, 14 – 18 Uhr. Der Künstler ist anwesend.
Die Ausstellung ist vom 8. September bis 31. Oktober 2013 zu sehen. Öffnungszeiten: Mo. – Do., 13 – 18 Uhr oder nach Vereinbarung.  Infos: Tel. (089) 324 32 64

Siehe auch: Programm der Mohrvilla

Diashow auf YouTube

Diashow der Projektion auf YouTube

Im November 2011 jährte sich die erste Deportation jüdischer Münchner ausgehend von dem Barackenlager für Juden in München-Milbertshofen nach Kaunas zum 70. Mal.

Anlässlich dieses Jahrestages reiste der Künstler Paul Huf vom 6. bis 20. November zusammen mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube, der Journalistin Renate Eichmeier und der Pädagogin Helga Hanusa zu den Zielorten der Münchner Deportationen.

Täglich neue Berichte, Fotos und Zeichnungen von dieser Reise wurden auf die Fassade des Kulturhauses Milbertshofen projiziert.  Auf Youtube und hier auf der Webseite (oben rechts, “Projektion starten”) können Sie sich die Eindrücke nochmals ansehen.

Die Werke Paul Hufs werden im Anschluss an die Ausstellung an Münchner Privathaushalte verliehen, um ein informelles Netzwerk des Gedenkens über München zu spannen.

In Litauen gibt es keine Juden mehr

“Ich kann heute feststellen, dass das Ziel, das Judenproblem für Litauen zu lösen, vom EK. 3 erreicht worden ist. In Litauen gibt es keine Juden mehr.”

Karl Jäger, SS-Standartenführer, Kommandant des Einsatzkommandos 3
Verantwortlich für die Morde in Litauen – In seinem Bericht vom 01.12.1941

Karl Jäger lebte unbehelligt bis April 1959 in der Nähe von Heidelberg. Seit 1990 gab es 182 Todesopfer durch neonazistische Gewalt in Deutschland.

Die Forschungsreise beginnt

Ernst Grube und Paul Huf an der polnisch-litauischen Grenze

Ernst Grube und Paul Huf an der polnisch-litauischen Grenze

Am 6. November 2011 startet “Eine Forschungsreise wider das Vergessen” am Münchner Hauptbahnhof um 7:16 Uhr. Die Gruppe um den Künstler Paul Huf begibt sich mit dem Zug auf eine 15-tägige Reise durch Osteuropa entlang der Route, die deportierte jüdische Münchner nahmen. Gemeinsam mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube, der Journalistin Renate Eichmeier und der Pädagogin Helga Hanusa versucht Paul Huf, neue Formen des Gedenkens zu finden. Der Künstler wird Fotografien und Zeichnungen erstellen, die Gruppe führt ein Reiselogbuch, Ernst Grube schildert seine Eindrücke. All das kann man hier wiederfinden.

Täglich neue Eindrücke werden während der Reise vom 6. bis 20. November 2011 in ausgewählter Form jeden Abend zwischen 19 und 22 Uhr an die Fassade des Kulturhauses Milbertshofen projiziert, ebenso wie an die Foyerwand im Inneren des Kulturhauses.

Die Reise endet am 20. November 2011 am Kulturhaus Milbertshofen. Dort wird um 15 Uhr eine Gedenkstunde mit dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern stattfinden.