Kaunas, Freitag, 18.11.2011

Unser letzter Tag in Kaunas. Um 11 Uhr sind wir mit Simon Dovidavicius verabredet, dem Leiter des Sugihara-Museums. Es ist im ehemaligen japanischen Konsulat untergebracht. Während des Zweiten Weltkrieges hat der Diplomat Chiune Sugihara Transitvisa nach Japan ausgestellt und so Tausenden Juden das Leben gerettet. Es handelte sich in erster Linie um Polen, die nach dem deutschen Überfall nach Litauen geflüchtet waren.

Simonas Dovidavicius - Direktor des Sugihara-Museums

Simonas Dovidavicius - Direktor des Sugihara-Museums

„A lot of people had the choice to help but they did not do it.“ Sagt Simon. Er und seine Kollegen arbeiten mit Schulen und verschiedenen Institutionen zusammen. Sie wollen Zivilcourage vermitteln und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aktive Formen des Holocaust-Gedenkens entwickeln. Eine wichtige Arbeit, denn immer wieder kommt es zu antisemitischen und rechtsextremen Übergriffen auf Gedenkstätten und jüdische Einrichtungen.

Renate Eichmeier